sind Gefühle gut für’s Selbst-Bewusst-Sein?

Was heißt es, SELBST-BEWUSST zu sein?

In meinem Kurs zur Stärkung des  SELBST-BEWUSST-SEIN haben wir uns gestern erstmal auf eine gemeinsame Definition geeinigt. Denn oft denken wir bei einem selbstbewussten Menschen an einen egoistischen, selbstsicheren, mutigen und zielgerichteten Erfolgsmenschen. Doch das hat selten mit wirklichem SELBST-BEWUSST-SEIN zu tun. Wir haben festgestellt, dass Selbstbewusstsein mit sehr viel Achtsamkeit uns selbst gegenüber zu tun hat. Je achtsamer ich mich und meine Gefühle wahrnehme, desto klarer erkenne ich meine Werte und meine Bedürfnisse und handle auch danach.

Innere Stimme und Gefühle wahrnehmen

Doch so leicht ist das oft nicht. Wir sind ständig von Reizen überflutet und werden durch gesellschaftliche Meinungen stark geprägt, dass wir häufig verlernt haben, uns zu fühlen und zu spüren. Wie fühlst Du Dich? – Auf diese Frage konnte ich vor ein paar Jahren adhoc keine Antwort geben, bzw. habe gesagt, dass es mir gut geht. Doch was heißt gut? Was fühle ich, wenn es mir gut geht? Fühle ich Wärme, Freude, Leichtigkeit, Liebe? Wir sind oft darin trainiert, unsere Gefühle gar nicht mehr zu zeigen, oder wollen es auch gar nicht mehr, weil wir sonst verletzlich sind. Dabei sind Gefühle doch so ehrlich und klar. Wenn ich etwas schönes sehe oder überrascht werden, ist sofort ein Gefühl da. Der Verstand kommt dann etwas später dazu und fragt dann vielleicht, ist das wirklich so schön? meint er es ernst? usw. Gefühle sind ein wichtiges Messinstrument, um zu spüren, ob mir dauerhaft etwas gut tut oder nicht. Natürlich kann ich auch meine Gefühle durch meine Gedanken beeinflussen- positiv als negativ. Doch das erste Gefühl kommt von innen heraus. Daher finde ich es eine gute Übung, sich im Alltag immer wieder zu fragen, wie fühle ich mich? So kann ich mit der Zeit klar spüren, welche Tätigkeiten/Menschen/Situationen rauben mir Energie und welche geben mir Kraft.

Der wichtigste Mensch im Leben bist Du selbst

Denn das wichtigste ist, dass es Dir selbst gut geht. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun. Jeder, der schon mal im Flugzeug gesessen hat und den Sicherheitsanweisungen vor dem Start mitbekommen hat, weiß: erst helfe ich mir (setze mir bei Druckabfall erst die Sauerstoffmaske auf) und dann helfe ich anderen. So ist es immer. Wenn ich in meiner Kraft bin, dann helfe ich mit Freuden anderen Menschen. Wenn ich das Leben und mich selbst liebe, dann kann ich anderen meine Liebe aus der Fülle heraus schenken. Und daher darf jeder von uns auf sich achten, einen gesunden Egoismus an den Tag legen und für sich selbst sorgen. Gerade wir Frauen neigen dazu, zuerst zu schauen, wie es den anderen geht, bevor man sich Zeit für sich selbst nimmt. Daher empfehle ich Dir auch im Alltag darauf zu achten, Dinge zu tun, die Dir Kraft und Freude schenken, und wenn es nur die Tasse Tee ist, die Du Dir in Ruhe gönnst oder der Spaziergang am Morgen oder Nachmittag bevor Du Dich an die Arbeit setzt. Nimm Dir Zeit für Dich selbst. Nehme Dich und Deine Gefühle ernst und sei genauso achtsam mit Dir selbst wie mit Deinen Liebsten.

Entspannung und Körperwahrnehmung

Damit Du Dich besser spürst und achtsam mit Dir umgehst, ist es hilfreich, sich zu entspannen und loszulassen. Nimm Dir kleine Pausen im Alltag. Atme 3 x bewusst tief in den Bauch oder schaue z. B. ganz bewusst etwas an, wie einen Baum im Garten, ein Glas auf dem Tisch, ein Bild an der Wand usw. Schau auf den Gegenstand und sage Dir bewusst, dass Du den Gegenstand anschaust. So kommst Du ganz schnell ins Bewusstsein und nimmst den jetzigen Augenblick wahr. Danach kannst Du Dich wieder Deiner Tätigkeit zu wenden. Bereits kleine Auszeiten im Alltag helfen Dir, schneller Deine Gefühle und Körpersignale wahrzunehmen und achtsamer mit Dir umzugehen, z.B. wenn etwas nicht passt.

Weitere Entspannungs-Übungen kannst Du im Blog-Artikel „Kannst Du Dich entspannen?“  nachlesen.

 

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Ich freue mich auf Deine Kommentare und wünsche Dir eine achtsame und selbst-bewusste Zeit voller Gefühl!

Herzlichst

Silke